
Termine, Mengen, Wartezeit
Wiesbaden holt viermal im Jahr kostenfrei Sperrmüll ab, bis zu fünf Kubikmeter je Termin. Die Zahl, die den meisten Ärger macht, ist eine andere: Die Wartezeit auf einen Termin beträgt bis zu 20 Arbeitstage.
| Frage | Antwort für Wiesbaden |
|---|---|
| Wie oft kostenfrei? | Viermal im Jahr je Privathaushalt |
| Wie viel je Termin? | Bis zu fünf Kubikmeter |
| Wie lange Wartezeit? | Bis zu 20 Arbeitstage |
| Wann bereitstellen? | Frühestens am Vorabend, spätestens 6 Uhr am Abholtag |
| Anmeldung | Telefonisch oder online beim Service Center der Entsorgungsbetriebe |
Fünf Kubikmeter viermal im Jahr klingen komfortabel, und für den laufenden Haushalt sind sie es auch. Beim Umzug kippt die Rechnung an einer anderen Stelle: Bis zu 20 Arbeitstage Wartezeit sind vier volle Wochen.
Der typische Ablauf sieht so aus. Die Wohnung ist zum Monatsende gekündigt. Zwei Wochen vorher wird ausgeräumt, dabei kommt der Keller ans Licht, und erst dann meldet jemand den Sperrmüll an. Der Termin fällt in den Folgemonat — nach der Übergabe. Übrig bleiben zwei schlechte Möglichkeiten: alles selbst zum Wertstoffhof fahren oder die Übergabe verschieben und eine Monatsmiete zusätzlich zahlen.
Deshalb steht der Sperrmüll in unserem Zeitplan für den Umzug vier Wochen vorher — noch vor der Haltverbotszone, die mit rund zehn Tagen deutlich kürzer vorläuft.
Kartonagen und Müllsäcke werden nicht mitgenommen. Wer sein Kleinzeug in Säcke füllt und dazustellt, findet die Säcke nach der Abfuhr genau dort wieder. Kartonagen gehören ins Altpapier.
Geräte mit Elektro- oder Elektronikbauteilen sind Elektroschrott, nicht Sperrmüll. Das ist weiter gefasst, als die meisten denken: Auch ein Spiegelschrank aus dem Bad und ein Möbelstück mit eingebauter Beleuchtung fallen darunter.
Fliesen, Sanitärkeramik, Bauschutt, Farben, Lacke, Lösungsmittel, Altöl, Batterien, Autoreifen und Gasflaschen sind kein Sperrmüll und gehören an die jeweils zuständige Sammelstelle.
Der kostenfreie Service ist für Privathaushalte gedacht. Sperrmüll aus gewerblicher Tätigkeit — genannt wird ausdrücklich der Entrümpelungsservice — ist ausgenommen.
Das ist der Punkt, an dem private Räumungen kippen: Der Sperrmüll wird abgeholt, und liegen bleibt genau das, was die meiste Arbeit macht — Säcke, Kartons, das alte Regal mit der Einbauleuchte.
Naurod hat rund 4.383 Einwohner und eine eigene Regelung. Gesammelt wird dort an festgelegten Terminen jeweils donnerstags und freitags. Wer stattdessen einen individuellen Termin will, zahlt dafür: 18,70 Euro Grundbetrag zuzüglich 35,00 Euro je Kubikmeter.
Bei fünf Kubikmetern sind das rund 194 Euro — für dieselbe Menge, die in den übrigen 25 Ortsbezirken viermal im Jahr kostenfrei abgeholt wird. Wer in Naurod räumt, sollte den regulären Sammeltermin deshalb ernst nehmen.
Wer nicht auf einen Termin warten will und wenig hat, kann selbst fahren. Am Wertstoffhof ist die Anlieferung bis zu einer Kofferraumladung von 700 Litern kostenfrei. Das reicht für ein paar Kartons und ein zerlegtes Regal, nicht für ein Sofa.
Wie großzügig eine Stadt ist, zeigt erst der Vergleich. Wiesbaden steht dabei gut da:
| Stadt | Kostenfrei | Menge |
|---|---|---|
| Wiesbaden | 4 Termine jährlich | 5 m³ je Termin |
| Mainz | 4-mal jährlich | 2 m³ je Anmeldung |
| Frankfurt am Main | ganzjährig | bis 10 m³ |
| Darmstadt | kostenlos | max. 50 kg je Gegenstand |
Wer über den Rhein nach Mainz zieht, sollte das wissen: Dort gilt die Hälfte der Menge. Und für die Ortsbezirke Mainz-Kastel, Mainz-Kostheim und Mainz-Amöneburg gilt trotz des Namens die Wiesbadener Regelung, weil sie zu Wiesbaden gehören.
Die Grenze verläuft nicht bei den Kosten, sondern bei der Zeit und der Menge. Fünf Kubikmeter sind etwa zwei bis drei Zimmer Möbel. Eine vollständige Wohnungsauflösung liegt erfahrungsgemäß bei 20 bis 30 Kubikmetern — also bei vier bis sechs Terminen. Bei vier kostenfreien Terminen im Jahr und bis zu 20 Arbeitstagen Wartezeit je Termin zieht sich das über mehr als ein Jahr.
Wenn die Wohnung in vier Wochen übergeben werden muss, ist der städtische Sperrmüll deshalb kein Weg, sondern nur ein Baustein. Alles Übrige übernehmen wir mit einer Entrümpelung oder einer vollständigen Haushaltsauflösung — in einem Durchgang und mit besenreiner Übergabe.
Jeder Privathaushalt kann viermal im Jahr einen Termin vereinbaren, jeweils bis zu einer Menge von fünf Kubikmetern. Das ist im Rhein-Main-Vergleich großzügig — Mainz nimmt nur zwei Kubikmeter je Anmeldung.
Die Wartezeit auf einen Sperrmülltermin kann bis zu 20 Arbeitstage betragen. Das sind vier volle Arbeitswochen. Wer zum Monatsende die Wohnung übergeben muss und erst zwei Wochen vorher anmeldet, bekommt den Termin nicht mehr rechtzeitig.
Frühestens am Vorabend des vereinbarten Termins, spätestens um 6 Uhr morgens am Abholtag. Stellen Sie ihn so, dass Gehweg und Fahrbahn frei bleiben.
Kartonagen und Müllsäcke bleiben stehen. Alles mit Elektro- oder Elektronikbauteilen zählt als Elektroschrott und gehört nicht zum Sperrmüll — das betrifft auch Spiegelschränke und Möbel mit eingebauter Beleuchtung, woran viele nicht denken.
Für Naurod gelten eigene Regeln. Dort wird an festgelegten Terminen donnerstags und freitags gesammelt. Ein individueller Termin ist kostenpflichtig und schlägt mit 18,70 Euro zuzüglich 35,00 Euro je Kubikmeter zu Buche.
Nein. Der kostenfreie Service gilt für Privathaushalte. Sperrmüll, der aus gewerblicher Tätigkeit stammt — ausdrücklich genannt ist der Entrümpelungsservice —, ist davon ausgenommen. Wer eine Firma räumen lässt, kann die städtische Abholung dafür nicht in Anspruch nehmen; die Entsorgung läuft dann über die Firma.
Fünf Kubikmeter sind etwa zwei bis drei Zimmer Möbel. Eine Wohnungsauflösung bringt erfahrungsgemäß 20 bis 30 Kubikmeter zusammen — das wären vier bis sechs Termine und bei vier kostenfreien im Jahr rechnerisch mehr als ein Jahr. Dafür ist eine Entrümpelung der einzige praktikable Weg.
Wir besichtigen kostenlos und nennen danach einen Festpreis. Rufen Sie an oder schildern Sie uns kurz, worum es geht.
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